Der Alltagsökonom

Warum ich (k)ein kaltherziger Ökonom bin

Hanno Beck ist Ökonom und versucht mit einfacher Sprache und Alltagsüberlegungen dem Leser ein Bild zu verschaffen was genau Ökonomie ist. Er greift Missverständnisse auf, um Vorurteile gegenüber Ökonomen aus dem Weg zu räumen und behauptet, dass in Jedem von uns ein Ökonom steckt.

Alle Menschen stehen jeden Tag vor mehreren Entscheidungen, meist mit der Absicht etwas Positives für Ihr Leben zu tun. Einige Entscheidungen aus dem Alltag:
Tee oder Kaffee? Joggen oder ausschlafen? Zug oder Auto? Margarine oder Butter? usw. ,...

Wenn man sich dazu entscheidet lieber joggen zu gehen mit der Absicht etwas Gutes für den Körper zu tun, ist dies schon ökonomisch. Wenn die Entscheidung das Ziel hat das Beste aus seinem Leben zu ergreifen, getroffen wurde, und das Ergebnis den Menschen zufrieden stellt, wurde etwas von vornherein berücksichtigt und durch diese Berücksichtigung, die Entscheidung getroffen, das ist ökonomisch. Egal bei welcher Entscheidung der Mensch steht, wägt er immer vorher ab, ob für oder wider, auch das ist ökonomisch– hier wird genauso kalkuliert, welche der zwei Alternativen den Nutzen aus dem Vollen schöpft. Fast immer haben Menschen eine Absicht welche zu einer Entscheidung verhilft. Anreize führen zu Reaktionen. Egal wie und in welcher Hinsicht, haben viele Handlungen einen Zusammenhang mit dem Nutzen. Viele ungelernte Ökonomen führen dieses Schema täglich genau so durch wie es gelernte Ökonomen machen, jedoch mit dem Unterschied, dass Ökonomen dies Bewusst machen. Ökonomen wollen kein Profit und niemandem etwas vorschreiben, sondern Menschen Tipps und Tricks auf den Weg in ein besseres Leben geben und das so effektiv wie möglich.

Dr. Hanno Beck ist Diplom-Volkswirt und seit 1998 Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen und Verfasser mehrerer Fachbücher sowie dauernde Präsenz mit seinen Aufsätzen über volkswirtschaftliche Themen in Fachzeitschriften. Hanno Beck erzählt über einfache ökonomische Ideen im Alltag, da sich somit jeder Mensch identifizieren kann – denn jeder Mensch hat seinen eigenen Alltag.

 

Warum man Handys verschenkt 

Erklärt wird die Macht des sogenannten „Netzwerkeffekts“ wie technische Neuheiten unser kaufverhalten unterbewusst beeinflussen.

Mittlerweile besitzt jeder sein eigenes Handy. Viele wurden verschenkt zu beginn eines Vertrages mit Bindung um 1 Euro, doch wie kommt es dazu? Gäbe es nur ein Telefon auf der Welt, gäbe es niemanden anzurufen, das Telefon wäre unbrauchbar. Je mehr Menschen ein Telefon besitzen, desto mehr Wert und Nutzen hat es. Für die Telekom und für die Gesellschaft, denn diejenigen die noch keines Besitzen, wollen ebenso eines sie wollen nicht als Außenseiter enden. Damit sich auch jeder eines leisten Kann werden Handys billig verkauft. Heute sind wir Abhängig von unseren Handys und wollen immer das Neueste besitzen, heute sind sie nicht mehr so billig aber man will ja nicht wieder ein Außenseiter sein – dies ist der Netzwerkeffekt. Das Spiel lässt sich ebenso weiterspielen mit anderen Geräten: VHS Rekorder zum DVD Player – je mehr Leute das Neueste System auf dem Markt kaufen, desto mehr Filme werden für dieses System hergestellt, unabhängig davon ob es technisch besser ist oder nicht. Dies lässt sich ebenso auf menschliche Netzwerke beziehen. Menschliche Vereine oder Clubs stärken sich gegenseitig in eigenem Interesse. Der Unterschied zwischen dem technischen- und menschlichen Netzwerk ist dass das menschliche nicht sehr groß sein darf – denn dann bilden sich wieder Untergruppen und es gibt keine gemeinsamen Interessen mehr. Eine Nation kann nie so zusammenhalten wie eine kleinere Gruppe von Menschen.

 

Zusammenfassungen aus dem Buch

Beck, Hanno (2004): Der Alltagsökonom. Warum Warteschlangen effizient sind... und wie man das Beste aus dem Leben macht. FAZ Institut für Management Markt- und Medieninformationen GmbH. 2. Auflage. Frankfurt am Main.

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