Kalender mit Rezepten für die saisonale Küche

CC-by-sa ethify.org & probieramol

 

PROBIER AMOL mit Saisonalem zu kochen!

 

Wer von uns weiß heutzutage noch wann man welches Gemüse und Obst in unseren Breiten ernten kann? Und dass mindestens die Hälfte aller Früchte in unseren Supermärkten bei uns überhaupt nicht wachsen? Dass bei uns keine Artischoc­ken reifen? Eben so wenig wie Mandarinen. Wozu auch, wir bekommen zu jeder Jahreszeit nahezu jedes Gemüse und Obst im Geschäft um die Ecke. Wir müssen nicht darauf warten, dass unsere Lebensmittel im heimischen Garten heranreifen und uns darum kümmern. Aber dieses Überangebot bringt einige Nachteile mit sich. Ökobilanzen offenbaren Belastungen für die Umwelt und das Klima, weil Lebensmittel immer weiter transportiert werden.
Genau diesen Grund nahmen wir zum Anlass einen Kalender mit saisonalen Rezeptvorschlägen zu entwickeln. Der Blog dazu ist auf http://ethify.org/blog/menue zum Nachlesen. Außerdem ist er als .ics-Datei unter http://ethify.org/content/calendar zum Download bereitgestellt. Denn wir wollen auf die Nachteile aufmerksam machen. Der Kalender soll jeden Monat daran erinnern, dass es keineswegs normal ist, das ganze Jahr über Aprikosen, Blumenkohl oder Tomaten zu Verfügung zu haben, und einen leckeren, abwechslungsreichen Tipp mit gerade heimisch gereiften Früchten vorstellen.
„Haben Sie Geduld. Warten Sie, bis Kirschen, Kartoffeln und Salat aus heimischem Anbau auf dem Markt sind. Nahrung aus der Region schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch umweltverträglicher.“ kommentiert stern.de das saisonale Genießen.  „Jeder deutsche Bürger verursacht derzeit einen jährlichen Ausstoß von mehr als 10 Tonnen CO2.“ (Bund Naturschutz in Bayern e.V, Dr. Martin Demmeler: „Klimaschutz auf kurzen Wegen“) Vor allem die überwiegend extrem langen Transportwege­­ für importierte Lebensmittel üben auf Dauer erhebliche Schäden auf unsere Umwelt aus. Martin Demmeler fügt in seiner Studie „Klimaschutz auf kurzen Wegen“ hinzu: „Bei Obst und Gemüse sind sogar zwischen 80 und 90 Prozent der Emissionen unnötig, wenn das regionale und saisonale Angebot gewählt wird.“ Und dieses ist zweifellos vorhanden: Uns ist lediglich der übereinstimmende Rhythmus zu unserer Umwelt abhanden gekommen. Dieses zu nutzen wäre aber von Vorteil für uns alle.
Also abwarten bis unsere eigenen Früchte erntereif sind, und amol probiere sich mit dem Kalender saisonal zu ernähren.­­ Denn das schmeckt nicht nur gut, sondern freut auch unsere Umwelt.
 
Ziel: 
_ Menschen dazu motivieren auf saisonale Lebensmittel aus der Region zurückzugreifen
_ Bewusstsein für gesunde Ernährung stärken
_ Verringerung der CO2 Emissionen, die beim Transport entstehen
_ Unterstützung der heimischen Wirtschaft
 
 
Fach: Medienethik
 
Im Rahmen von "Probier amol"
 
Verena Preiser | Vanessa Walch
 
 

 

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