Regenwald für Papiertaschentuch und Klopapier?

armuttaschentuch.jpgIn der kühlen Jahreszeit tropft schon mal die Nase und will geputzt werden. Doch was hat das Papiertaschentuch mit Regenwald zu tun? Jeder dritte gefällte Baum wird zu Papier verarbeitet. Um den immensen Bedarf an Zellstoff zu stillen, werden nicht nur tropische Regenwälder abgeholzt, mit teilweise bis zu 700 Jahre alten Bäumen, sondern auch riesige Flächen in Schweden oder Kanada. Jährlich verschwinden dadurch etwa 15 Millionen Hektar Wald. Das sind alle zwei Sekunden ein Fußballfeld!

Damit sich Hygienepapiere besonders flauschig anfühlen, werden dem Zellstoff Eucalyptusfasern beigemengt. Von Südafrika bis Brasilien gibt es erbitterten Widerstand gegen die Ausbreitung der Plantagen für Eucalyptusbäume, denn Millionen Menschen verlieren dadurch ihr Land und ihren Lebensunterhalt, die Artenvielfalt schwindet und der Wasserhaushalt wird gestört.

Ethify Tipp: Taschentücher und Klopapier nur aus recycliertem Papier oder mit FSC-Zertifikat kaufen. Oder ein Stofftaschentuch nehmen, das lässt sich immer wieder waschen. Übrigens auch der Hintern, der wird mit Wasser ohnehin sauberer.

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Hygiene: keine Lobby am Klo

Wenn in der Grippezeit dazu aufgerufen wird, Taschentücher nur einmal zu verwenden, dann ist das sicher eine Lobbyingaktion der Papierindustrie. Denn wichtiger ist allemal, regelmässig die Hände zu waschen.

In Finnland ist mir aufgefallen, dass neben jedem Klo ein Schlauch und ein Handtuch hängt. In romanischen Ländern gibt es ein Bidet im Bad. Dafür sollten mal unsere Installateure Lobby machen!

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