Zukunft des Alltags

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Für die Salzburger Nachrichten hatten Reinhold Popp und Ulrich Reinhardt den Auftrag, eine wöchentliche Kolumne zu schreiben. In ihrem Buch “Zukunft des Alltags” wurden die besten Kolumnen ausgewählt.

Lebensstandard ist die Ökonomische Basis von Lebensqualität

Wer viel Geld hat ist nicht unbedingt glücklich. Menschen mit hohem Einkommen, bei denen die materiellen Bedürfnisse befriedigt sind, suchen oft nach zusätzlicher Lebensqualität durch immaterielle Werte. In einer Befragung wurde das Ergebnis bekannt, dass Lebensstandard und Lebensqualität sehr wohl einen Zusammenhang haben.

- Menschen mit niedrigem Lebensstandard beurteilen ihre Lebensqualität mit der Note 2,4
- Menschen mit hohem Lebensstandard beurteilen ihre Lebensqualität mit 1,7

Für die meisten Menschen ist das Geld die ökonomische Basis für ein gutes Leben.

Arbeit zwischen Geld und Glück

Die Motivation der Menschen kann durch ein gutes Einkommen, passende Arbeitszeiten, Abwechslung, selbständige Arbeitseinteilung und Anerkennung erhöht werden.

Flexicurity ist deutlich wahrscheinlicher als eine radikale Flexibilisierung der Arbeitswelt

Die hierarchische Kontrolle durch betriebliches Aufsichtspersonal wird immer mehr durch stärkere Eigenverantwortung der Arbeitnehmer/innen abgelöst. Es wird selbständiger gearbeitet werden, aber dies kann auch zusätzlichen Stress verursachen. 

Räumliche Flexibilität: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach

Im 19. Jahrhundert wohnten und arbeiteten die Menschen meistens unter einem Dach. Durch die Industrialisierung entwickelte sich dann, vor allem bei den Industriearbeitern, die zeitliche und räumliche Trennung des Arbeitsplatzes und der Wohnung. Heute entwickelt es sich langsam wieder in Richtung des 19. Jahrhunderts. Denn unter dem Motto „my home is my office“ arbeiten bereits viele Menschen wieder zu Hause. Vor allem in der Kreativwirtschaft, Forschung und Verwaltungsarbeit nimmt die räumliche Flexibilisierung immer stärker zu.

Atypische Arbeitsverhältnisse nehmen zu, werden aber nicht typisch

Atypische Arbeitsverhältnisse sind unter anderem; geringfügig Beschäftigte, freie Dienstverträge, Leiharbeit und befristete Dienstverhältnisse. Solche Arbeitsverhältnisse nehmen in Österreich und Deutschland stärker zu. In der Zukunft sollte der Anteil der Frauen an den Teilzeitbeschäftigten reduziert werden, um ihren Anteil im Bereich der unbefristeten Vollzeit-Dienstverhältnisse zu erhöhen.

Höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen muss sich in Zukunft deutlich verbessern. Das Problem der geringen Erwerbsbeteiligung der Frauen ist, dass geschlechtsspezifische Stereotypen leider immer noch bestehen.

Wir brauchen Strategien für eine alter(n)sgerechte Arbeitswelt

Der Bevölkerungsanteil von Menschen mit über 60 Jahren wird in den nächsten zwei Jahrzenten stark steigen. Ältere Menschen wollen und können länger arbeiten, als junge Leute es ihnen zutrauen. Deshalb sollen die Rahmenbedingungen für die Bereitschaft für den längeren Verbleib älterer Menschen in der Erwerbstätigkeit verbessert werden.
Das Alter soll auch mehr wertgeschätzt werden. Ausdauer, Erfahrung, Loyalität und Verlässlichkeit sind Eigenschaften, mit denen ältere Menschen den Jüngeren meistens überlegen sind.

Kriterien und Handlungsempfehlungen für eine alter(n)sgerechte Arbeitswelt

In dieser Kolumne werden einige Kriterien genannt, die eine alter(n)sgerechte Arbeitswelt fördern sollen. Arbeitnehmer/innen sollen in Hinblick auf ihre biologische und psychische Gesundheit gefördert werden. Auch sollen sie regelmäßig weitergebildet werden und die individuellen Belastungsgrenzen sollen nicht überschritten werden. Diese Kriterien sollen vor allem durch die politische Ebene umgesetzt und unterstützt werden. Zum Beispiel durch rechtliche Regelungen, finanzielle Anreize und praxisorientierter Beratungsangebote. Vor allem die skandinavischen Länder, wie Finnland oder Norwegen, haben in diesem Bereich bereits sehr gute Modelle eingeführt.

 

"Zukunft des Alltags" von Reinhold Popp und Ulrich Reinhardt

Zusammenfassung: Caroline Hofer

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