Die Jugend wird im Umweltschutz aktiv: Fridays for Future

Schild mit "Schule frei für Fridays for Future"

Fridays For Future, für wahrscheinlich viele von uns ein Begriff, doch was ist die Bewegung „Fridays for Future“ genau und was wollen sie eigentlich erreichen?  

Fridays for Future (auch „FFF“) ist eine Bewegung, die junge Menschen dazu auffordert sich für ihre Forderungen an die jeweilige Politik und an die Regierung des Landes einzusetzen. Und das ganze sehr erfolgreich. Zu den Forderungen im Detail kommen wir aber später. Die Bewegung gehört keiner politischen Partei an und will unabhängig und friedlich für den globalem Klimaschutz protestieren.
 

„Wir sind Schülerinnen, Lehrlinge, Studierende und (junge) Menschen aus verschiedenen Teilen Österreichs, die nicht mehr zusehen wollen, wie ihre Zukunft verspielt wird. Wir sind eine politische Druckbewegung, die Entscheidungsträgerinnen auf allen Ebenen dazu auffordert, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten.“  (Quelle)


Die Bewegung existiert mittlerweile seit 2018 und wurde unter anderem durch die jetzt 18-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg in den sozialen Medien bekannt gemacht. Unter dem Hashtag #FridaysForFuture protestierte sie jeden Freitag, anstatt die Schule zu besuchen. Die Aktion bekam eine starke mediale Aufmerksamkeit und weltweit begannen Schülerinnen und Schüler dem Unterricht fernzubleiben und gingen gemeinsam auf die Straße, um für den weltweiten Klimaschutz zu protestieren.

Auch in Österreich ist dies FFF-Bewegung von 33 Gruppen aus unterschiedlichen Städten und Regionen vertreten. Von Wien bis Vorarlberg gibt es die Bewegung. Im Februar 2019 wurde die Bewegung erstmals gestartet und von Aaron Wölfling (Grüne Vorarlberg) mitbegründet. Alle Gruppierungen österreichweit folgen gemeinsam diesen 7 Grundsätzen:
 

„Wir sind eine von der Jugend ausgehende Bewegung, die alle Menschen anspricht und zusammenbringt.


Unser Ziel ist die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens und globale Klimagerechtigkeit.

Wir verstehen uns als selbstorganisiert und parteiunabhängig.

Alle Menschen, die mit unseren Zielen und Forderungen übereinstimmen, haben in unserer Bewegung Platz.

Lokal geben wir uns die Form, die jeweils den örtlichen Gegebenheiten entspricht.
 

Wichtig ist uns, dass wir auf allen Ebenen (lokal – national), in demokratischen, grundsätzlich transparenten und offenen Strukturen arbeiten.
 

Wir lassen uns nicht von Organisationen und Parteien vereinnahmen.
 

Wir sind eine gewaltfreie Bewegung, kooperieren mit der Polizei und leisten keinen Widerstand gegen diese.“
(Quelle)

Was ist nun das Ziel dieser friedlichen Protestbewegung?
Wie bereits in ihrem zweiten Grundsatz festgelegt, fordern die Mitglieder die Umsetzung der Maßnahmen gegen den globalen Klimanotstand. Zusätzlich ist eines der Hauptziele, die globale Erwärmung nicht über 1,5 °C steigen zu lassen. Um dies zu erreichen wird durch Demonstrationen und friedliche Aktionen Druck auf die Politik und die Verantwortlichen Personen ausgeübt. Trotz dieses Druckes werden Klimaziele in ihrer Priorisierung nach hinten verschoben oder gar nicht umgesetzt. Um dem entgegenzuwirken und dem Thema eine größere Aufmerksamkeit zu geben kämpft die FFF-Bewegung.

Zusätzlich fordert die FFF die …

… sofortige Verankerung von Klimaschutz in der Verfassung sowie den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas bis 2030!

… eine sofort beginnende mindestens lineare Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2025 auf 50% gegenüber 2005 und bis 2030 auf netto-Null!

... eine ökosoziale Steuerreform ab dem Jahr 2020!

... dass Maßnahmen gesetzt werden, um Biodiversität zu fördern, und bei neu erlassenen Maßnahmen der Schutz der Biodiversität berücksichtigt wird!

... den Stopp fossiler Großprojekte, wie den Neu- und Ausbau von Flughäfen und Autobahnen!

... einen klimagerechten Gesellschaftsvertrag in Österreich, den Klima-Corona-Deal!

Falls diesen Forderungen im aktuellen System nicht nachgekommen werden kann, braucht es einen Systemwandel.“ (Quelle)


Die Klimaerwärmung schläft nicht und das wird einem auf der Homepage der FFF-Bewegung deutlich klar gemacht. Trotz der vielen Proteste und der Aufmerksamkeit, die durch Medien, speziell die sozialen Medien deutlich verstärkt wurde, ändert sich im Thema Klima- und Umweltschutz noch immer zu wenig. Wie in der aktuellen Forderung beschrieben, ist es dennoch wichtig, dass wir alle gemeinsam an einer Verbesserung der globalen Umweltsituation arbeiten müssen. Die globale Pandemie hat gezeigt, dass Solidarität und Zusammenhalt viel bewegen kann und dieses Gefühl der Solidarität muss sich auch auf andere Themen ausweiten. Ich kann euch nur raten, sich die Homepage der FFF-Bewegung durchzulesen und auch ihren Tipps und Tricks zu folgen. Oder ihr besucht die nächste friedliche Demonstration und werdet Teil der FridaysForFuture Bewegung und setzt euch gemeinsam mit Millionen von Menschen gegen die vorherrschende Klimapolitik ein.

Text: Klemens Köpfle
Quelle: #FridaysForFuture

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