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Ist die Definition von "Glück" heutzutage wirklich nur noch ein personifizierter Wert der Gesellschaft?

... diese Frage hat sich mir nach Erhalt des Ergebnisses des Happy Planet Index (http://survey.happyplanetindex.org) aufgeworfen. Der Happy Planet Index (= infolge HPI) versucht Lebensqualität nicht anhand von rein finanziellen Bewertungen zu bestimmen, sondern auch durch qualitative Bewertungen der Lebensumstände eines jeden Einzelnen unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte.

Erstaunlicherweise zeigt mein Ergebnis, dass ich "nur" durchschnittlich "happy" bin, obwohl ich mich mich als ein sehr glücklicher Mensch bezeichnen würde. Dies hat wohl damit zu tun, dass ich die in meinem sozialgesellschaftlichen Umfeld erfahrenen bzw. erlernten Werte als Grundlage für die Berechnung meines Glücklichseins heranziehe.

Betrachte ich mein subjektiv als glücklich eingestuftes Leben auch mal aus der Sicht des HPI, so muss ich mir eingestehen, dass ich mehr als 2 mal soviel Anteile der mir weltweit zur Verfügung stehenden Rohstoffe verbrauche als mir zusteht und somit jemand anderes aufgrund meines "Glücklichseins" benachteiligt wird. Stellt man sich anhand der Ergebnisse die Frage, wo denn noch Ressourcen eingespart werden könnten, so kommt man schnell in Konflikt mit Werten wie "Status" (Auto, Handy, Notebook, usw.) und persönlicher Bequemlichkeit (vermeidbare Autofahrten, usw.).

Und genau diese Fragen werden mich auch in naher Zukunft wieder beschäftigen, wenn ich das nächste Mal ein neues Handy kaufe oder mal eben aus Bequemlichkeit das Auto anstatt die öffentlichen Verkehrsmittel nehme. Ob sich mein Verhalten dadurchdrastisch ändern wird, das kann ich aus heutiger Sicht nicht sagen ... vermutlich nicht. Aber alleine das Wissen über meinen Überkonsum wird vielleicht die eine oder andere Entscheidung in Zukunft beeinflussen ... positiv für Jemanden anderen auf dieser Welt.

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