Wachstum von Technik und Wirtschaft – die verordnete Moral

Der technische Fortschritt und der Wachstum gehört zu unserem Gesellschaftlichen System des Zusammenlebens. Aber sollten wir auch alles kritiklos bejahen was als Fortschritt angepriesen wird? Mit politischen Forderungen wie: „...jedem seinen eigenen Computer...“, oder „...Entwicklungsländer ans Netz...“ stellt sich schon die Frage welches Ziel wird hier verfolgt oder sind solche Aussagen reine Gier nach Wachstum?

Es ist auch bekannt, dass handwerkliche Berufe wie Bäcker oder Köche ebenfalls zahlreich gesucht werden. Sollte daher jeder Schüler einen Herd zu Verfügung gestellt bekommen? Oder besteht hier ein Unterschied? Wie soll der auf Staatskosten elektronisch erzogene Mensch aussehen? Werden solche Fragen überhaupt in den Ministerien erörtert? Wenn mehr Wert auch Computer gelegt werden soll, was kann dann in der Ausbildung vernachlässigt werden? Ist es vielleicht die musikalische Bildung oder die sprachliche Erziehung?

Ein weiteres bedenkliches Beispiel von aufgezwungenem technischen Fortschritts ist der Versuch Entwicklungsländer ans Netz (Internet) zu bringen. Dies war eine der wichtigsten Ergebnisse der Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Japan im Jahr 2000 . Den ärmsten Ländern soll die Internutzung ermöglicht werden damit diese sich besser in die Weltwirtschaft integrieren können. Doch steckt hinter dieser Forderung nicht ein hohes Maß an Verachtung und Zynismus für die ärmsten Menschen unseres Planeten, welche unter Hunger, Aids, Hochwasser, Dürre und Stammesfehden leiden und die statt des kostspieligen Anschlusses an die jüngsten Errungenschaften der westlichen Zivilisation eine ganz andere Art der Zuwendung bräuchten: menschliche! Vielleicht eine Forderung aus Wachstumsgier oder tatsächliche Hilfe für Entwicklungsländer?

Es geht sicherlich nicht darum die Weiterentwicklung zu stoppen, hier soll nur auf die Probleme aufmerksam gemacht werden. Die richtigen Fragen sollten gestellt und nicht verdrängt werden. Wer A sagt, sollte auch über B nachdenken!

(Frieder Lauxmann, "Wonach sollen wir uns richten?)

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