100 Punkte Tag für Tag - Buchvorstellung

CC-by-sa ethify.org & human
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Wie können wir unseren Alltag nachhaltig gestalten?

Der Autor und Wiener Journalist Thomas Weber gibt in seinem Buch 100 Punkte Tag für Tag, dem Folgebande von Ein guter Tag hat 100 Punkte,viele humorvolle Antworten darauf und stellt im Buch  hilfreiche Alltags-Tipps für ein nachhaltigeres Leben vor.

Thomas Weber ist Lehrer für Green Marketing an der FH Wien und außerdem Herausgeber des Glamour-Magazins „The Gap“ wie auch von „Biorama“ – einem Magazin für nachhaltigen Lebensstil. Das Konzept seines Buches basiert auf der vorarlbergerisch-schweizerischen Initiative einguterTag.org, welches mittels eines Punktesystems versucht, den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu erfassen. Demnach entsprechen 100 Punkte genau den 6,8 Kilogramm CO2, die statistisch jedem Einzelnen von uns zustehen, damit wir global betrachtet nicht über unsere Verhältnisse leben…

100 Punkte sind das tägliche Budget, so der Autor. Nicht mehr, aber ruhig weniger.

Um das anschaulich darzustellen findet man im gesamten Buch kleine Icons der Homepage von einguterTag.org, die aufzeigen wie viele Ressourcen die Produktion des jeweiligen Produkts beansprucht und wie viele Punkte sie verbraucht. Als Beispiel: 250 g Erdbeeren in der Saison kommen auf 2 Punkte, 250 g Erdbeeren im Winter jedoch bereits auf 26 und den ersten Platz machen 250 g Bio-Erdbeeren, die lediglich 0,7 Punkte beanspruchen.

Damit wir jeden Tag nur 100 Punkte verbrauchen, müssen wir unser Leben also umgestalten. Das Buch bietet uns insgesamt 22 Tipps und humorvolle Anregungen für diesen Schritt, wie beispielsweise „Iss wie Obelix“ – nämlich ab und an Wildschwein, „Lass den Zucker mitgehen“ – dieser landet ansonsten nicht selten im Müll -  oder „Miete ein Huhn“ – um die Natur hautnah mitzuerleben und eigene Frühstückseier zu bekommen.

Mit seinem Werk möchte Thomas Weber vor allem zum Nachdenken und Handeln anregen, inspirieren und animieren. Das wird bereits im Vorwort deutlich und gelingt ihm auf ganzer Strecke. Er berichtet mit nicht allzu erhobenem moralischem Zeigefinger über seine eigenen Ansichten und die drastische Lage unserer Umwelt. Dabei verliert er jedoch weder Witz noch Ironie und behält stets seinen lockeren Ton und ein optimistisches Zwinkern bei.

Viele seiner Vorschläge gehen vor allem auf das Thema der Ernährung ein. So plädiert er für die höhere Rangstellung von Bio-Produkten im Vergleich zu Regionalem oder dem Verzehr von Haselherzen statt Nutella. Einige seiner Vorschläge kannte ich bereits, wie zum Beispiel der Verzicht auf Coffee-to-go Becher oder der Einsatz von Sodawasser. Andere waren mir neu und einige dieser neuen Vorschläge habe ich mir bereits am Tag des Lektürebeginns zu Herzen genommen, wie beispielsweise das Mitnehmen von Zucker in Cafés und Restaurants.

 

Autorin: Caroline Winkler im Rahmen der LV Humanökologie SS 2018

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